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Lodenerzeugung in Hirschegg

Die Geschichte der Hirschegger Loden Erzeugung. Spinnen, Weben, Walken. Ein Blick in die Vergangenheit der Lodenerzeugung in Hirschegg.

Laut Überlieferung wurde der erste Hirschegger Loden beim "Langweber" gewebt, ein Gehöft, welches leider im Jahre 1938 völlig abgebrannt ist. Alle Geräte, Aufzeichnungen und Urkunden wurden damals ein Raub der Flammen. Trotzdem führt am Langweberhof kein Weg vorbei.

Die Geschichte der Hirschegger Lodenerzeugung erstreckt sich vermutlich über viele Jahrhunderte, manche Behauptungen führen sogar soweit, bereits die römische Kaiserzeit in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Ganz allgemein betrachtet darf man als gesichert annehmen, daß die sogenannten "Stampfmühlen" in Österreich schon im 13. Jahrhundert bekannt waren.

Im 20 Jahrhundert erlebte der Hirschegger Loden vor allem in der Zwischenkriegszeit einen gewaltigen Aufschwung. Nun fanden auch die Hirschegger Bauern , die damals noch viele Schafe auf ihren weiten Weideflächen hielten, eine Möglichkeit, die Schafwolle im eigenen Dorf zu verkaufen. Auch die Anlernkräfte in der Weberei und der Lodenwalke lernten ihren Arbeitsplatz im Ort sehr rasch schätzen.

Auch während des 2.Weltkrieges lief das Geschäft eine Zeit lang gut. Da die Menschen kaum mehr etwas kaufen konnten, stellte man auf Tauschgeschäfte um. Der Krieg forderte seine Opfer und so kam es, daß es plötzlich keinen Webmeister mehr gab. Auch die Konkurrenz anderer Betriebe wurde spürbar härter. Nach Kriegsende wurde die Situation zunächst noch schlimmer. In den folgenden Jahren erlebte die Hirschegger Lodenwalke aber wieder einen starken Konjunkturaufschwung. Vom Krieg heimkehrende Soldaten wurden angelernt und fanden für einige Jahre einen sicheren Arbeitsplatz.

Doch das Ende einer traditionsreichen Entwicklung begann sich immer mehr abzuzeichnen. Zu groß war die Konkurrenz der technisch hochentwickelten Webereien und Strickereien, zu teuer die Produktion und zu klein der Gewinn. Im Jahre 1963 kam dann das endgültige Aus für dieHirschegger Lodenerzeugung......bis.......

.......ja bis dann Herr Kommerzialrat Rudolf Konrad in das Geschehen eingriff.